Coverabbildung: Tim Holland "Angst". Mit Verlagshaus-Schreibmaschinenlogo

ANGST

Angst ist allgegenwärtig. Sie lebt im Kinderzimmer mit den Monstern unter dem Bett, steckt in den grellen Fotos auf dem Handy und sitzt beim Schreiben auf der Schulter, von wo aus sie ständig dazwischenquatscht. Sie spricht uns an und sie spricht mit uns — sie erzählt und dichtet. Angst bringt Äußeres nach innen und projiziert innere Bilder nach außen. Ihre Erzählungen gehen über die Wirklichkeit hinaus und schafft mit ihren Versen extatische Wahrheiten, die so wahr sind, dass sie Realität werden.
Tim Holland folgt diesem realitätsschaffenden Gefühl, hört ihm zu und schreibt gemeinsam mit der Angst. Während wir uns um Kopf und Kragen reden und kalte Füße bekommen, lacht sie sich ins Fäustchen. Denn die Grammatik der Angst formt Verse, die wir nicht für denkbar gehalten hätten. Dabei entsteht ein bisher ungekannter Möglichkeitsraum aus realen Fantasien und fiktiven Bildern, in den Holland uns lustvoll hineinzieht. Was wäre also, wenn diesen Raum nicht nur Monster bewohnen, sondern ihm auch etwas Utopisches innewohnt?

Tim Holland

978-3-910320-29-1
Edition PoeticonPoeticon NEU-

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>Art.-Nr.: 978-3-910320-29-1

Erscheint am: 2026-09-14

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TIM HOLLAND lebt als Autor, Literaturvermittler und Verleger in Berlin. Nach einer Ausbildung zum Buchhändler in Tübingen, studierte er am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Er debütierte 2016 mit »vom wuchern« (gutleut Verlag). 2022 erschien das futuristische Langgedicht »wir zaudern, wir brennen« (Matthes & Seitz Berlin), das auch als kinetische Installation umgesetzt wurde (Premiere: Poesiefestival Berlin 2023). Wichtiger Teil seiner künstlerischen Praxis ist die Vermittlung von Literatur. Er unterrichtet an Universitäten im deutschsprachigen Raum, leitet mehrsprachige und inklusive Workshops, arbeitet mit Texten in Communitys und konzipiert offene Literaturveranstaltungen. Manchmal werden daraus auch wieder Bücher. So entstand aus einer Unkonferenz zum Spekulativen Schreiben die Anthologie »Kollaps und Hope Porn – 13 Zukunftsaussichten« (hrsg. mit Lukas Dubro, Maro Verlag 2022). 2026 erscheint ebenso im Maro Verlag der Essay »Wenn Muskeln weinen. Zwischen Krafttraining und Doomscrolling«. Tim Holland ist Co-Verleger von hochroth München.