Das Verlagshaus Berlin

Wir sind ein Independent-Verlag für Lyrik und Illustration. Unser Programm umfasst Gegenwartsliteratur und Wiederentdeckungen aus dem deutschen und internationalen Sprachraum. Anspruchsvolle Typografie, die Verwendung ausgesuchter Papiere und langlebige Fadenheftungen machen unsere Bücher zu kostbaren Gesamtkompositionen.

Wir veröffentlichen Autor*innen, durch deren Schreiben Positionen zum Ausdruck kommen. Neben die Texte tritt die Illustration als gleichberechtigte Ausdrucksform. Aus Gedichten und Bildern spricht der Mut, Themen auszuformulieren und die Avantgarde über ihre ästhetische Funktion hinauszuführen. In unseren Übersetzungen und Nachdichtungen erkunden wir Sprachen, Literaturen und damit Inhalte, die wenig präsent sind. Damit erweitern wir die Lyriklandschaft um Stimmen, die sonst nirgendwo hörbar sind.

Im Verlagshaus Berlin entstehen Bücher, die in der Entfaltung zweier Medien Universen auf kleinstem Raum erschaffen. Seit 2005 wird das Verlagshaus von Andrea Schmidt, Jo Frank, Dominik Ziller und Tillmann Severin geführt. Poetisiert Euch.

Die Köpfe hinter der Schreibmaschine

Andrea Schmidt trägt gern schwarz und glaubt an Schrift. Neben der inhaltlichen Arbeit im Verlag ist sie als Typografin und Designerin für das Wohl der Augen und Hände zuständig. Sie studierte Visuelle Kommunikation und lehrt Typografie und Designtheorie. Sie war Mitherausgeberin von typoversity 1+2 (NBVD Hamburg, 2011/2013). In ihrem Kunstprojekt AMPERSAND INTERART visualisiert sie für intermediale Projekte, zuletzt KIPPBILDER (Verlagshaus Berlin, 2019) und Die Erbärmlichkeit des Krieges (Verlagshaus Berlin, 2014).

Jo Frank trägt gern schwarz und glaubt an das gedruckte Wort. Er begleitet die Texte von der Redaktion bis ins Lektorat. Er studierte an der HU Berlin und Holocaust Communication am Touro College Berlin. Er ist bilingualer Autor, Übersetzer und arbeitet für das Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk. Seine Gedichte wurden in verschiedene Sprachen übersetzt. Zuletzt erschienen Snacks (Edition Atelier, 2017), Die Erbärmlichkeit des Krieges (Verlagshaus Berlin, 2014) und Remembrances of Copper Cream (FIXPOETRY Hamburg, 2012).

Dominik Ziller trägt gern schwarz und glaubt meist nicht an die Sprüche auf seinen T-Shirts. Im Verlagshaus ist er neben der redaktionellen Arbeit als Grafikdesigner für Schönheit und Wildheit zuständig. Nach der Ausbildung zum Mediengestalter und dem Studium zum Kommunikationswirt arbeitete er bei Designagenturen, zuletzt als Senior Art Director. Er war Mitbegründer des Verlags Ecce Homo (1998), dem späteren Designbüro nikolaushaus. 2002 entstand der Kurzfilm Wie die Familie Sonnenschein einmal dem Regen entkam für Arte.

Tillmann Severin trägt nicht immer schwarz und glaubt an die Stimme im Gedicht. Neben Lektorat und redaktioneller Tätigkeit ist er im Verlagshaus für die Pflege der Zimmerpflanzen zuständig. Er studierte Komparatistik in München und St. Petersburg und literarisches Schreiben am DLL. Er ist Lyriker, schreibt Prosa und übersetzt Lyrik aus dem Russischen. 2019 war er Mitorganisator des ULF – des Unabhängige Lesereihen Festivals in Nürnberg. Zuletzt erschien O0  in Zusammenarbeit mit  Lea Schneider (Verlagshaus Berlin, 2016).

100% Independent

Independent bedeutet für unseren Verlag in erster Linie unabhängige Programmgestaltung. Die Entscheidung dafür, ein Buch zu veröffentlichen, wird nicht von Erwägungen getragen, die außerhalb des jeweiligen Textes liegen.

Wir veröffentlichen einzigartige Stimmen, die den Anspruch erheben, mit Sprachlust den Leser_innen zu begegnen – Gegenwartsliteratur, die verändern möchte.

Wir betrachten Literatur jenseits ihres ökonomischen Potenzials. Das bedeutet für uns, auf Veränderung zu setzen statt auf die Bedienung von Lesegewohnheiten. Unser besonderer Einsatz für Lyrik und Illustration lässt sich hieraus direkt ableiten.

Dieser Ansatz ist auch in der graphischen Gestaltung unserer Publikationen wiederzufinden, die unsere Leidenschaft für den Austausch zwischen den Künsten auf Papier transportiert.

Independent-Verlag (kurz: Independent) bezeichnet einen kleinen, meist jungen Verlag, der unabhängig von Konzernen ist. Der Begriff […] bezieht sich auf die ökonomische Ebene und auf eine Ästhetik, die das Streben der großen Verlage nach Massenerfolgen und Umsatzmaximierung ablehnt. Definition: Wikipedia

Die vielen kleinen unabhängigen Verlage in Deutschland leisten Pionier­arbeit. Sie entdecken und fördern junge Talente, setzen Themen und Trends und tragen wesentlich dazu bei das literarische und kulturelle Leben in Deutschland zu prägen.