

Was, wenn wir alle sterblich sind? Mikael Vogel nähert sich in »Lonely Planet Mensch« der eigenen Mutter in ihrem Sterben – und nähert sich denen, die auftauchen, wenn jemand geht. Da erscheint die Schwester in einer falschen Erinnerung, da sind von Anfang an Tiere, da sind die Gedichte und Erzählungen, die für uns und vor uns geschrieben wurden. Die Gedichte kartieren den Lonely Planet Mensch: Sie spannen die Gegenpole unseres Daseins auf – Verlust, Trauer, Vergeblichkeit auf der einen Seite; Nähe, Lebenslust, Hoffnung auf der anderen. In unserem Zerbrechen liegt, so die Gedichte, die Poesie des Menschseins.
Dieses existenzielle Universum bevölkert Mikael Vogel mit Stimmen und Figuren, die er zu uns sprechen lässt – und die er vor allem anspricht: F. Scott und Zelda Fitzgerald, das Jazz Age als Epoche der Hybris und des Zusammenbruchs. Im nicht mehr möglichen Gespräch mit der Mutter, im Versuch, ihr Leben und ihre Gewalterfahrungen zu verstehen, tauchen Lana, Amy, Sinéad, Courtney oder Stefani als Verbündete auf – jede auf eigene Weise vom Patriarchat zermürbt und dennoch widerständig.
Lonely Planet Mensch beschwört die Frage: Wie lebt man mit dem, was man nicht festhalten kann? Als Ich, das auf dem Lonely Planet Mensch nach Orientierung sucht – und einen Fuchs findet. Die Antwort lässt sich ebensowenig festhalten, aber weiterschreiben.
Mikael VogelErscheint am: 2026-06-29
Was, wenn wir alle sterblich sind? Mikael Vogel nähert sich in »Lonely Planet Mensch« der eigenen Mutter in ihrem Sterben – und nähert sich denen, die auftauchen, wenn jemand geht. Da erscheint die Schwester in einer falschen Erinnerung, da sind von Anfang an Tiere, da sind die Gedichte und Erzählungen, die für uns und vor uns geschrieben wurden. Die Gedichte kartieren den Lonely Planet Mensch: Sie spannen die Gegenpole unseres Daseins auf – Verlust, Trauer, Vergeblichkeit auf der einen Seite; Nähe, Lebenslust, Hoffnung auf der anderen. In unserem Zerbrechen liegt, so die Gedichte, die Poesie des Menschseins.
Dieses existenzielle Universum bevölkert Mikael Vogel mit Stimmen und Figuren, die er zu uns sprechen lässt – und die er vor allem anspricht: F. Scott und Zelda Fitzgerald, das Jazz Age als Epoche der Hybris und des Zusammenbruchs. Im nicht mehr möglichen Gespräch mit der Mutter, im Versuch, ihr Leben und ihre Gewalterfahrungen zu verstehen, tauchen Lana, Amy, Sinéad, Courtney oder Stefani als Verbündete auf – jede auf eigene Weise vom Patriarchat zermürbt und dennoch widerständig.
»Lonely Planet Mensch« beschwört die Frage: Wie lebt man mit dem, was man nicht festhalten kann? Als Ich, das auf dem Lonely Planet Mensch nach Orientierung sucht – und einen Fuchs findet. Die Antwort lässt sich ebensowenig festhalten, aber weiterschreiben.