Cover: Die Rückkehr der Tiere von Jan Kuhlbrodt
Frühjahr 2020

Die Rückkehr der Tiere

... und heute war da wieder ein Hund. Großköpfig, tapsig. Einer, der seine Besitzer wahrscheinlich überleben wird. Ein Schäferhundwelpe vermutlich, aber ich kenne mich mit Hunderassen nicht aus. Ich denke viel über Tiere nach, wie sie uns oder ihre jeweiligen Besitzer begleiten, verschwinden oder aussterben, wieder zuwandern.

Kindheit in Karl-Marx-Stadt, konforme Jugend in der DDR, Zusammenbruch des Sozialismus — zuletzt: was von ihm übrig bleibt. Jan Kuhlbrodt erschreibt sich diese Rückkehr. Anhand von Büchern, die immer neu sortiert sein wollen, dem Blick ins Internet und aus dem Fenster entsteht ein Gedicht — eine Geschichte, die Geschichte, die immer auch unsere Geschichte ist.

Jan Kuhlbrodt
Klaus Walter

978-3-945832-36-3
Edition Belletristik
1

17,90 €
Enthält 7% MwSt.

>Artikelnummer: 2a101ce204aa40f1b13d506fb266380a

Erscheint am:

Verfügbar Kostenloser Versand* Lieferzeit 3-4 Werktage

Kindheit in Karl-Marx-Stadt, konforme Jugend in der DDR, Zusammenbruch des Sozialismus — zuletzt: was von ihm übrig bleibt. Jan Kuhlbrodt erschreibt sich diese Rückkehr. Anhand von Büchern, die immer neu sortiert sein wollen, dem Blick ins Internet und aus dem Fenster entsteht ein Gedicht — eine Geschichte, die Geschichte, die immer auch unsere Geschichte ist. Geschrieben wird sie von Menschen, bewohnt von Tieren: Ausgestorben geglaubt kehren Wolf und Luchs zurück, während Waschbär und Nutria aus verlassenen Pelzfarmen entfliehen. Das Gedächtnis wird zu Schlieren, die Guppys in ihrem Aquarium an die Decke werfen: Es ist da, aber nicht ganz verstehbar. Ein Loch, durch das die Zeit rieselt, durch das Kosmonauten die Sphäre verlassen, zum Punkt, an dem die Gesetze der Geschichte brechen. »Die Rückkehr der Tiere« ist keine Nostalgie, es ist ein völlig neuer Blick auf die Nahtstellen der Geschichte, die Kuhlbrodt in seinen Artenkosmos einschreibt.

Jan Kuhlbrodt

Jan Kuhlbrodt, wurde 1966 in Karl-Marx-Stadt (ehemalige DDR) geboren. Nach seiner schulischen Ausbildung und der Militärzeit bei der NVA studierte er Politische Ökonomie an der Karl-Marx-Universtät Leipzig. Nach dem Zusammenbruch der DDR wechselte er an die Goethe-Universität Frankfurt, um dort Philosophie und Soziologie zu studieren. 1995 beendete er die Studien mit einem MA und arbeitete im Anschluss in einem Projekt mit straffällig gewordenen Jugendlichen. Von 1997 bis 2000 studierte er am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Anschließend folgten zahlreiche Veröffentlichungen und die Tätigkeit als Redakteur für EDIT und Ostragehege sowie Lehraufträge und Gastprofessuren. Er ist Mitherausgeber der Reihe Neue Lyrik im Verlag Poetenladen. Heute lebt er als freier Schriftsteller, Übersetzer und Herausgeber in Leipzig. Er ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland. Im Verlagshaus Berlin erschienen zuletzt von ihm »Im Verborgenen. Gedichte von Konstantínos Kaváfis« (2016), »Kaiseralbum« (2015) und »Stötzers Lied« (2013).


Klaus Walter

Klaus Walter, geboren 1964 in Glauchau, lebt und arbeitet in Berlin. Er studierte von 1984 bis 1989 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bei D. Burger und A. Rink. Stipendien und Preise: Rostocker Kunstpreis für Malerei (2015), Aufenthaltsstipendium im Virginia Center for the Creative Arts USA (2002), Arbeitsstipendium des Landes MV (2000), Aufenthaltsstipendium Casa Baldi in Olevano Romano IT (1998), Arbeitsstipendium der Stiftung Kulturfonds Berlin (1995). Ausstellungen (Auswahl): HAUT (mit Myriam Gallo, galerie 3000 Bern/CH 2019), DESTINATION (Kunst am Bau, Generalkonsulat Kaliningrad, RU, 2013), PARADIESE (Stadtgalerie Kiel, 2010), MUSTERDEUTSCHLAND (Kunstverein Schwerin, 2010), PARADIESE (Galerie Hartwich Rügen, 2009), DRINNEN — DRAUSSEN (Galerie Ruth Leuchter Düsseldorf, 2007), PERLENSCHNÜRE (Staatliches Museum Schwerin, 2002), TEMPI FERMI (mit Wulf Sternebeck, Villa Massimo Rom/IT, 1998).