Frühjahr 2020

Der Zorn

1963 erschien der Film La Rabbia — Der Zorn von Pier Paolo Pasolini, dem bedeutendsten italienischen Film-Regisseur des 20. Jahrhunderts. Mit diesem Werk erfand er ein neues Genre: Film als ideologisch-poetischen Essay. La Rabbia — Der Zorn besteht aus Material internationaler Nachrichten, die das politische Weltgeschehen der Zeit dokumentieren. Bild und Text ergänzen sich zu einer radikalen politischen Positionierung Pasolinis. Zu radikal für den Produzenten, der den Film nicht allein dastehen lassen wollte und deshalb um einen zweiten, relativierenden Teil von einem anderen Regisseur ergänzen ließ. Auch unter italienischen Intellektuellen sorgte das Werk für einen Skandal. Mit La Rabbia — Der Zorn liegt Pasolinis lyrisches Werk, erstmalig in deutscher Sprache vor. Damit wird ein Text lesbar, der einerseits Auskunft über das anschließende Schaen des Regisseurs und Lyrikers gibt, und andererseits eine Problemlage reflektiert, die gute fünfzig Jahre später immer noch hochaktuell ist: Der lyrische Essay stellt Fragen nach Hunger, Ungerechtigkeit und Rassismus in einer Welt, die von kolonialen und postkolonialen Unruhen geprägt ist. Der sizilianische Maler, Illustrator und Regisseur Guglielmo Manenti illustriert La Rabbia — Der Zorn und erweckt mit seiner Interpretation dieses Zeugnis von Pasolinis Schaen für das deutschsprachige Publikum zu neuem Leben. Ricardo Domeneck spürt in einem persönlichen Nachwort den Arbeiten Pasolinis nach und bringt vor allem sein Wirken unter der Maßgabe der Kunst als politische Intervention in einen kontemporären Kontext.

Pier Paolo Pasolini
Guglielmo Manenti
Anna Giannessi
Anna Giannessi

978-3-945832-35-6
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1963 erschien der Film La Rabbia — Der Zorn von Pier Paolo Pasolini, dem bedeutendsten italienischen Film-Regisseur des 20. Jahrhunderts. Mit diesem Werk erfand er ein neues Genre: Film als ideologisch-poetischen Essay. La Rabbia — Der Zorn besteht aus Material internationaler Nachrichten, die das politische Weltgeschehen der Zeit dokumentieren. Bild und Text ergänzen sich zu einer radikalen politischen Positionierung Pasolinis. Zu radikal für den Produzenten, der den Film nicht allein dastehen lassen wollte und deshalb um einen zweiten, relativierenden Teil von einem anderen Regisseur ergänzen ließ. Auch unter italienischen Intellektuellen sorgte das Werk für einen Skandal. Mit La Rabbia — Der Zorn liegt Pasolinis lyrisches Werk, erstmalig in deutscher Sprache vor. Damit wird ein Text lesbar, der einerseits Auskunft über das anschließende Schaen des Regisseurs und Lyrikers gibt, und andererseits eine Problemlage reflektiert, die gute fünfzig Jahre später immer noch hochaktuell ist: Der lyrische Essay stellt Fragen nach Hunger, Ungerechtigkeit und Rassismus in einer Welt, die von kolonialen und postkolonialen Unruhen geprägt ist. Der sizilianische Maler, Illustrator und Regisseur Guglielmo Manenti illustriert La Rabbia — Der Zorn und erweckt mit seiner Interpretation dieses Zeugnis von Pasolinis Schaen für das deutschsprachige Publikum zu neuem Leben. Ricardo Domeneck spürt in einem persönlichen Nachwort den Arbeiten Pasolinis nach und bringt vor allem sein Wirken unter der Maßgabe der Kunst als politische Intervention in einen kontemporären Kontext.

Pier Paolo Pasolini


Anna Giannessi


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Guglielmo Manenti