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Herzstück

ein leichter hauch // die ersten gelben blätter wie geschwüre, ein / leichter hauch nur, dann wird pre-final zu ex, / verblassen sämtliche frequenzen / strohfeuer // künden vom wechsel, in den engen wassern / gehts vom berg ins tal, kasernierung der eich / kater (so die engländer nach dem weltkrieg: // armes deutschland, kleine füchse) // noch am / feld-/sterbebett die versöhnung, sturz in den / spiegel. fuchsrotbraun der sommer und ende.

In Stefan Heuers neuem Gedichtband werden Wörter buchstäblich zu Dingen. Beobachtungen von zufällig zusammengehörenden Dingen oder zusammen gehörtem Sprachmaterial entblößen Ähnlichkeiten auf der Sprachebene – und umgekehrt. Gemeintes und Gesagtes gehen Hand in Hand und werden dabei ununterscheidbar. Bei Stefan Heuer verselbstständigen sich die Metaphern, während sie versuchen, die Welt abzubilden. Doch auch die Welt, die als collagiertes Material erkennbar wird, möchte als Wortspiel gelesen werden. Bei diesem ständigen Umschlagen von ernsthaft Gesagtem in blanken Wortwitz geht nichts an Ernsthaftigkeit verloren: Erst durch seine Arbeit am Sprachmaterial erzeugt Heuer in seinen Gedichten eine ernstzunehmende Wirklichkeit. Und diese Wirklichkeit gibt an den Nahtstellen ihrer künstlerischen Bearbeitung einen Blick frei, den man nicht mehr abwenden kann.

Stefan Heuer
Natalia Weiss

978-3-945832-13-4
Edition Belletristik
1

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<>Art.-Nr.: 511897e6d450478fb66f00b1ff927c73
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In Stefan Heuers neuem Gedichtband werden Wörter buchstäblich zu Dingen. Beobachtungen von zufällig zusammengehörenden Dingen oder zusammen gehörtem Sprachmaterial entblößen Ähnlichkeiten auf der Sprachebene – und umgekehrt. Gemeintes und Gesagtes gehen Hand in Hand und werden dabei ununterscheidbar.

Bei Stefan Heuer verselbstständigen sich die Metaphern, während sie versuchen, die Welt abzubilden. Doch auch die Welt, die als collagiertes Material erkennbar wird, möchte als Wortspiel gelesen werden. Bei diesem ständigen Umschlagen von ernsthaft Gesagtem
in blanken Wortwitz geht nichts an Ernsthaftigkeit verloren: Erst durch seine Arbeit am Sprachmaterial erzeugt Heuer in seinen Gedichten eine ernstzunehmende Wirklichkeit. Und diese Wirklichkeit gibt an den Nahtstellen ihrer künstlerischen Bearbeitung einen Blick frei, den man nicht mehr abwenden kann.

Wir träumten der Welt einen Hafen / Hartwig Mauritz, Titel Magazin / 02.05.2016

Stefan Heuer

Stefan Heuer, geboren 1971 in Großburgwedel, lebt und arbeitet in Burgdorf/Hannover. Neben zahlreichen Veröffentlichungen in Literaturmagazinen und Anthologien
erschienen von ihm mehrere Einzelpublikationen, zuletzt Firnis (Roman, Verlag J. Frank Berlin, 2010), Das dunkelgrüne Körperteil (Kurzprosa, Verlag SuKuLTuR, 2012) und werkstatt (Gedichte, Parasitenpresse Köln, 2015)

Stefan Heuer war Finalist beim Lyrikpreis Meran (2008 und 2013).


Natalia Weiss

Natalia Weiss, geboren 1973 in Niederösterreich. Nach den Studien in Biologie und der Tschechischen Sprache diplomierte sie 2001 im Bereich Grafik und Radierung an der Wiener Kunst Schule. Sie lebt und arbeitet als freischaffende Künstlerin in Wien. Ihre Arbeiten sind, neben privaten Sammlungen, in öffentlichen Sammlungen vertreten, u. a. in der Sammlung der Stadt Wien, der Artothek des Bundes und im Niederösterreichischen Landesmuseum.