Gott und die Welt

»Worum geht es eigentlich in diesem Gedicht?«, werden wir oft gefragt, und manchmal können wir nur antworten: »Um Gott und die Welt!«. Im Lyrik-Paket des Monats Juli haben wir drei Bände zusammengestellt, die das Verhältnis des Irdischen zum Numinösen ausloten, Geld dem Wert von Gedichten gegenüberstellen, nach dem Wert eines Lebens und Leben-Gebens vor dem Tod, und nicht zuletzt den Wert des Glaubens oder auch Nicht-Glaubens. In diesem Ausloten wird immer wieder die Sprache selbst hinterfragt: Muss die Sprache letztlich an allem Nichtmateriellem scheitern, oder ist sie gar selbst der Raum zwischen Welt und Numinösen?

»das erste das dich richtet, wird sprache sein«, schreibt Anke Bastrop in Pyrit und eröffnet den Leser_innen ein Spannungsfeld, das den Band durchzieht: Der Versuch, Ich zu sagen, zieht sich durch Pyrit wie ein Strom. Das Motiv der Geburt ist der Parallellauf. Diese beiden Ströme durchziehen verschiedene topographische Landschaften — orientalische, afrikanische, mecklenburgische. Auch innere Landschaften werden vermessen  — die zwischen ich und Du, zwischen Welt und Transzendenz. Es entsteht eine neue Landschaft, die durch jedes der Gedichte strahlt – getrennt durch poetische Gebirge und verbunden durch Bildflüsse. Aber ist dieses Strahlen wirklich mehr als das des Pyrit?

In ihrem lyrischen Essay Geld rechnet Katharina Schultens mit privaten Ressourcen ab. Geld als Subjekt und Objekt zugleich verführt zum Handel, wird zum abstrakten Budget und dient als Fetischobjekt. Mit scharfem Blick analysiert Katharina Schultens den Wert des Geldes; stellt Parallelen zum Wert von Gedichten her. Werden die Leser_innen eines Gedichtes automatisch zu Schuldner_innen von Verständnis und Interpretation? Schultens verhandelt die Begriffsgeschichte des Geldes, buchhalterische Bedeutungen und immer wieder das Aufdecken von Schichten, Geschichte, Familiengeschichte – verflochtene Stränge, die sich überlagern und neue Schichten bilden und immer wieder Fragen nach der Verführbarkeit des Geldes aufwerfen.

Mikrokosmos, Makrokosmos, Universum: Durch Carl-Christian Elzes Lyrikband diese kleinen, in der luft hängenden, bergpredigenden gebilde bewegt man sich wie eine Ameise über eine Kugel – oder über ein Möbiusband. Die ganze Welt auf einem dicht beschriebenen Streifen Papier. Urknall und Liebe begegnen sich nicht in einem metaphorischen Verhältnis, sondern als tatsächlicher Zusammenhang, der ein paar Jahrmillionen in zwei Versen verbindet. In dieser Kugel findet sich Großes auf kleinstem Raum, stets sind Extreme ihrem Gegenteil nah. Am Ende ist kaum noch zu unterscheiden, ob die Gedichte unter die Haut gehen oder selbst die Oberfläche sind, die einen beim Lesen umspannt.

Neben den drei Bänden finden Sie in unserem Lyrikpaket unsere geliebten Devotionalien: eine Tasche, Postkarten, Aufkleber … Und das Ganze ohne Versandkosten!

 


Inhalt des Lyrikpakets:


38,00 €
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<>Artikelnummer: LYPA2017-GOWE
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