Blickdicht

sonntags darfst du ja / mit High-Tech-Spielzeug / die Stimmen der Vorfahren besuchen

Steinbrück scheut sich nicht, gesellschaftliche Realitäten
in ebenso klarer wie scharfer Sprache aufzugreifen
und diese in einem Zerrspiegel ad absurdum zu führen:
„wir sind auf Kurs / und es ist an der Zeit /
unter Deck aufzutauchen / um einzuschlafen“.

Lutz Steinbrück
Sina Möhring

978-3-940249-38-8
Edition Belletristik
Paperback
1
76

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Steinbrück scheut sich nicht, gesellschaftliche Realitäten in ebenso klarer wie scharfer Sprache aufzugreifen und diese in einem Zerrspiegel ad absurdum zu führen: „wir sind auf Kurs / und es ist an der Zeit / unter Deck aufzutauchen / um einzuschlafen“.

Eine Lyrik, die souverän ihrer eigenen Logik folgt und weit davon entfernt ist, in moralisierende oder agitatorische Banalitäten abzudriften. Kein selbstgewisses lyrisches Ich, kein Agitieren von einem sicheren Standpunkt aus. Stattdessen entwirft Steinbrück surrealistische Szenarios auf der Höhe der Zeit – mit dichtem Blick auf das Alltägliche. Scheinbare Gewissheiten, die sich auflösen, Perspektiven, die gebrochen werden und pointierte Devisen, gerne als ironische Aufforderung zur Leichtigkeit, wenn es etwa heißt: „bitte nehmen Sie / ihr Leben doch / nicht zu persönlich“.

Lutz Steinbrück

Lutz Steinbrück, geboren 1972 in Bremen. Studierte Germanistik und Anglistik in Oldenburg/ Niedersachsen. Seine Magister-Arbeit Fremde Heimat über Vechta in der Lyrik Rolf Dieter Brink­manns erschien 2007 im Olden­burger BIS-Verlag. Seit 2004 lebt er in Berlin. Schreibt Lyrik, Artikel für Print- und Onlinemedien und macht Musik mit der Band Nördliche Gärten.
Im September 2008 erschien sein erster Lyrikband Fluchtpunkt: Perspektiven im Lunardi Verlag (Berlin). Sein zweiter Gedichtband Blickdicht folgt im März 2011 im Verlagshaus J. Frank (Berlin).
Einzel-Veröffentlichung von Gedichten in den Zeitschriften Belletristik (Berlin/2007 und 2008), poet (Leipzig 2010), Ostragehege (Dresden 2010), Blumenfresser (Nürnberg, 2011), außer.dem (München 2009), randnummer (Hamburg 2010), Lectofilia (Mexiko/2007; in spanischer Übersetzung) sowie im Deutschen Lyrikkalender 2011 (Alhambra Publishing, Hg.: Shafiq Naz) und in der Anthologie Versnetze 3 (Verlag Ralf Liebe, Weilerswist 2010, Hg.: Axel Kutsch); sowie online u.a. im Poetenladen, bei Fixpoetry und bei Lyrikmail.


Sina Möhring

Sina Möhring, geboren 1980, studierte Visuelle Kommunikation an der Fachhochschule Düsseldorf sowie Illustration und Animation an der Escola Massana in Barcelona. 2007 war sie für sechs Monate als Designerin in London tätig. Seit 2009 lebt und arbeitet sie freiberuflich im Bereich Illustration, Grafik und Animation in Berlin.

www.sinamoehring.de